Grundlage
Kurze Orientierung: GdB steht für „Grad der Behinderung“. Es geht nicht um „wie krank“, sondern um wie stark der Alltag beeinträchtigt ist.
- Was GdB ist und was er nicht ist
- Was „schwerbehindert“ bedeutet
- Was Merkzeichen sind
Was ist der GdB?
Der GdB ist eine Zahl zwischen 20 und 100. Er wird in Zehnerschritten angegeben. Er soll ausdrücken, wie stark gesundheitliche Einschränkungen die Teilhabe am Leben beeinflussen.
Wichtig: Es geht nicht um eine Diagnose allein. Entscheidend ist, was im Alltag wirklich schwer ist – zum Beispiel Kommunikation, Reizverarbeitung, Selbstorganisation oder Belastbarkeit.
Was bedeutet „schwerbehindert“?
Als „schwerbehindert“ gilt man in der Regel ab einem GdB von 50. Das kann bestimmte Rechte und Nachteilsausgleiche ermöglichen (z. B. im Arbeitsleben).
Was sind Merkzeichen?
Merkzeichen sind zusätzliche Kennzeichen, die im Schwerbehindertenausweis stehen können. Sie hängen von bestimmten Voraussetzungen ab (zum Beispiel Mobilität oder Hilfebedarf). Nicht jede Person mit GdB hat Merkzeichen.
Bei Autismus geht es je nach Person eher um Belastbarkeit, Orientierung, Hilfebedarf im Alltag oder zusätzliche Erkrankungen. Das ist individuell.
Wie wird der GdB festgestellt?
- Du stellst einen Antrag.
- Die Behörde holt medizinische Unterlagen ein (bei Ärztinnen/Ärzten, Kliniken, Therapeut/innen).
- Es wird bewertet, welche Funktionsbeeinträchtigungen vorliegen.
- Du bekommst einen Bescheid mit GdB (und ggf. Merkzeichen).
Wichtige Unterscheidungen
GdB ≠ Pflegegrad
Der Pflegegrad beschreibt vor allem Hilfebedarf im Alltag (Pflege). Der GdB beschreibt Teilhabe-Einschränkungen. Beides kann zusammen vorkommen – muss aber nicht.
GdB ≠ „wie schlimm“
Ein Mensch kann nach außen „gut funktionieren“ und trotzdem sehr stark belastet sein. Deshalb sind gute Beispiele aus dem Alltag im Antrag so wichtig.
Welche Vorteile kann ein GdB haben?
Das hängt vom Ergebnis ab (GdB-Höhe, Merkzeichen, Lebensbereich). Beispiele können sein:
- Schutzrechte im Job (je nach Status)
- Unterstützung durch Nachteilsausgleich in bestimmten Situationen
- Mehr Anerkennung dafür, dass Anpassungen nötig sind
Konkrete Schritte: GdB-Antrag
Wenn der Bescheid nicht passt
Dann kann ein Widerspruch möglich sein: Widerspruch
Hinweis
Diese Seite ist allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung.