Kurze Orientierung: Kleine Veränderungen können viel Stress sparen. Hier findest du alltagstaugliche Alltagstipps für Autismus – übersichtlich und ohne Druck.
- Tipps für Planung, Reize, Kommunikation und Pausen
- Extra-Seiten: für Eltern und für Erwachsene
- Vorlagen zum Kopieren: Hilfsmittel & Vorlagen
Ein guter Start: 4 Prinzipien
1) Vorhersehbarkeit
Je vorhersehbarer ein Tag ist, desto weniger Energie geht in „Alarmbereitschaft“.
2) Reize reduzieren
Weniger Lärm, weniger grelles Licht, weniger Unterbrechungen – oft ist das der größte Hebel.
3) Klar kommunizieren
Kurz. Konkret. Ohne Andeutungen. Das hilft autistischen Menschen – und oft allen anderen auch.
4) Pausen ernst nehmen
Pausen sind kein Luxus. Sie sind ein Werkzeug, um Überlastung zu vermeiden.
10 alltagstaugliche Tipps
- „Zwei-Schritt-Regel“: Nur die nächsten zwei Schritte planen. Mehr muss jetzt nicht sein.
- Checklisten für wiederkehrende Situationen (Einkaufen, Arzt, Schule).
- Reizschutz dabei haben: Kopfhörer, Ohrstöpsel, Sonnenbrille, Kaugummi, Fidget.
- Übergänge ankündigen: „In 10 Minuten…“ – das reduziert Stress.
- Ein ruhiger Ort zu Hause (oder in der Schule/Arbeit): eine Ecke, ein Raum, ein Plan.
- Weniger Entscheidungslast: feste Standard-Essen, feste Kleidungskombis, feste Wege.
- Schrift statt Telefon, wenn möglich (E-Mail, Chat, Notizen).
- „Genug ist genug“: Aufgaben dürfen „gut genug“ sein, nicht perfekt.
- Nach einem anstrengenden Termin: 30–60 Minuten Erholungszeit einplanen.
- Ein Notfall-Plan für Überlastung (siehe Vorlagen).